Nachhaltigkeit im Alltag: Coffee to go

Jeder liebt Coffee to go. Für viele ist er mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden. Auf dem Weg zur Arbeit, in der Stadt oder auch auf Reisen – ein schneller Coffee to go gehört einfach mit dazu. Selbst ich, die ja nie Kaffee trinkt, nehme mir gerne mal einen leckeren Chai für unterwegs mit. Doch seit gut einem Jahr hat sich etwas bei mir verändert. Ich möchte nachhaltiger und bewusster leben und auf meine Umwelt achten.

Was viele nicht wissen ist, dass – laut Schätzungen der Deutschen Umwelthilfe – jährlich bundesweit  ca. drei Milliarden Einwegbecher für Coffee to go verbraucht werden. Von Zubehör wie Plastikdeckeln, Rührstäbchen und ggf. Strohhalmen gar nicht zu sprechen – die kommen nämlich noch on-top. Drei Milliarden Einwegbecher pro Jahr – das bedeutet quasi, dass sich jeder 10. Deutsche täglich von Montag bis Sonntag einen Kaffee für unterwegs holt. Das muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen.

Welche Umweltauswirkungen haben die Coffee to go-Becher?

Wer denkt, dass Pappbecher nicht ganz so schlimm wären, der irrt leider. Da die meisten Becher innen mit Kunststoff beschichtet werden, zählen sie leider nicht zum wiederverwertbaren Papiermüll sondern zum Plastikmüll. Zu Herstellung der Becher wird jährlich eine Menge von ca. 1.500 Tonnen Polyethylen und für die Plastikdeckel ca. 9.400 Tonnen Polystyrol verbraucht. Man könnte mit der Energie, die zur Herstellung benötigt wird, ca. 100.000 Musterhaushalte ein ganzes Jahr mit Strom versorgen. Das ist doch mal ein Wort. Habt Ihr schon einmal darüber nachgedacht, dass die Lebensdauer einer Plastiktüte durchschnittlich länger ist als die eines Einwegbechers? Zum Vergleich: bei einer Plastiktüte spricht man von ungefähr 25 Minuten, bei den Coffee to go Bechern nur von 15 Minuten. Leider kommt hier noch erschreckend hinzu, dass es viele der Becher noch nicht einmal bis zum nächsten Mülleimer schaffen. Sie werden einfach achtlos stehen gelassen oder irgendwo weggeworfen.

Aber muss das wirklich sein?

Ich sage nein! Gerade in der heutigen Zeit sollte man umso mehr über den Umweltschutz und die Folgen der heutigen Wegwerfgesellschaft nachdenken. Wer dennoch nicht auf seinen Coffee to go verzichten möchte, kann über eine Alternative nachdenken. Ich bin z.B. schon seit längerer Zeit auf einen Porzellanbecher umgestiegen. Er ist Spülmaschinenfest, sieht gut aus und das Beste daran – man kann ihn immer wieder benutzen! Den hübschen Coffee to go Becher, den Ihr auf den Bildern sehen könnt, ist der cupit Becher* von Kahla Porzellan. Es gibt ihn mittlerweile in sechs wunderschönen Farben und drei verschiedenen Größen (0,23l für z.B. Espresso, 0,35l Standard-Größe und 0,47l für die ganz Durstigen unter Euch). Die Becher lassen sich alle gut stapeln, liegen gut in der Hand und haben noch ein besonderes Extra – nämlich den “Magic Grip”. Durch die besondere Beschichtung am Becherboden stehen sie auch auf schiefen Ebenen ohne umzufallen oder zu verrutschen. Ich habe mich jedenfalls sofort in ihn verliebt und möchte ihn nicht mehr missen.

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Was kann ich tun?

Bereits viele Cafés bieten Ihren Kunden an, Kaffee und andere Heißgetränke in mitgebrachte Becher auszuschenken. Oftmals kann man dort auch noch Mehrwegbecher aus Porzellan oder Bambus kaufen und erhält zusätzlich noch einen kleinen Rabatt auf das ausgewählte Getränk. Hier in Würzburg bietet z.B. das Petit Café einen solchen Service an. Wer das Petit Café noch nicht kennt – in diesem BEITRAG habe ich Euch das wunderschöne Café vorgestellt. Auch große Unternehmen, wie z.B. Starbucks und Mc Donalds, haben reagiert. Auch dort könnt Ihr Euch den Kaffee in einem mitgebrachten Becher füllen lassen. Die Stadt München geht sogar noch einen Schritt weiter und hat zum Kampf gegen die Einwegbecher aufgerufen. Mit Plakaten, Radiospots und vier Meter hohen Coffee to go-Bechern machen die Münchner die Bürger und auch Touristen auf das Problem aufmerksam und rufen zum Umstieg auf Mehrwegbecher auf. Eine tolle Initiative wie ich finde und ich hoffe, dass noch viele weitere Städte nachziehen werden.


Wenn Ihr gerne noch mehr zu diesem Thema wissen möchtet, schaut unbedingt das Hintergrundpapier “Coffee to go-Einwegbecher – Umweltauswirkungen und Alternativen” der Deutschen Umwelthilfe an. Hier findet Ihr allerlei Informationen, wie z. B. Zahlen und Fakten zur Herstellung, die enthaltenen Chemikalien und natürlich auch die Umweltauswirkungen. Auf jeden Fall sehr lesenswert!!!

Ich hoffe, ich konnte Euch ein bisschen zum Nachdenken anregen und bin gespannt, wieviele von Euch schon zum Mehrwegbecher greifen! ❤️

*Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Kahla Porzellan entstanden. Herzlichen Dank für die cupit Becher! 😊

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