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Reisen: Travelguide Kanada/Alaska

Habt Ihr schon einmal überlegt wohin Eurer großer Sommerurlaub dieses Jahr gehen soll? Wir jedenfalls machen uns zur Zeit ein paar Gedanken und haben einige tolle Reiseziele ausgesucht. Leider fällt uns die Auswahl schwer – es gibt ja so viel zu entdecken auf der Welt 🙂 Wenn Ihr Euch auch noch nicht entscheiden könnt oder vll. noch überhaupt keine Idee haben solltet – wie wäre es denn mit Kanada & Alaska? Ich habe Euch heute einen kleinen Travel Guide für Kanada & Alaska mitgebracht.

TravelGuide

Wie Ihr vll. noch wisst, haben wir unseren großen Sommerurlaub im letzten Jahr in Kanada & Alaska verbracht. Ein paar Eindrücke unserer Rundreise gab es hier auch schon – nämlich die Tierwelt von Kanada/Alaska und auch ein paar Bilder von Kanada selbst.

Am Wochenende habe ich wieder an diesen wunderschönen Urlaub denken müssen, habe mir die Bilder angeschaut und darüber nachgedacht was wir alles erlebt haben.

Deshalb bin auch auf die Idee gekommen, einen kleinen Travel Guide für Kanada/Alaska zu erstellen.

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Reiseroute

Unsere Reiseroute umfasste das komplette Yukon Territory sowie ein Teil von Alaska. Start und Ende unserer Tour war Whitehorse. Von dort aus sind wir nach Carcross, Skagway, Carmacs, Dawson City, Chicken, Tok, North Pole, Fairbanks, Denali Nationalpark, Anchorage, Seward, Palmer und wieder zurück nach Whitehorse. Neben all diesen kleinen Städten haben wir noch verschiedene Nationalparks besucht. Alles in allem war es für uns die perfekte Route.

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Welche Kleidung gehört in den Koffer?

Auf jeden Fall solltet Ihr wetterfeste Kleidung einpacken. Neben warmer Kleidung empfiehlt es sich aber auch (je nach Reisezeit – wir waren Ende Mai bis ca. Mitte Juni) auch etwas kurzes einzupacken. Tatsächlich hatten wir nämlich einige Tage fast 30°C. Meistens aber hielten sich die Temperaturen ca. bei 15-23°C. Wichtig ist auch noch gutes Schuhwerk. Generell kommt Ihr mit Turnschuhe gut zu recht, vorausgesetzt Ihr seid damit auch trittsicher. Ein paar Wanderschuhe mit einzupacken sollte aber auch nicht schaden. Zusätzlich hatten wir noch zwei Rucksäcke dabei, für kleine Tages- und Wandertouren.

Anreise

Wir haben als Startpunkt Whitehorse in Kanada gewählt. Die Flüge dahin sind preislich noch in Ordnung und man hat die Möglichkeit mit der Condor von Frankfurt einen Direktflug zu nehmen.

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Mietwagen oder Wohnmobil?

Wir waren über 3 Wochen mit dem Wohnmobil unterwegs. Wer diese Art zu Reisen mag, ist hier auch bestens aufgehoben. Man hat Unterkunft, WC und auch seine Verpflegung immer bei sich. Fraserway ist einer der bekanntesten Wohnmobil-Anbieter in Kanada und auch eine der Besten. Wir haben uns einen C22 Motorhome gemietet. Hier haben laut Herstellen bis zu 4 Personen Platz. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, nehmt lieber noch eine Nummer Größer, bzw einen Slide-out. Wenn man ein paar Wochen unterwegs ist, ist man für jedes bisschen mehr Platz sehr dankbar. Im übrigen würde ich es auch nicht empfehlen, 4 Personen unter zu bringen. Das gibt der Platz einfach nicht her. Generell waren wir mit unserem doch nicht so kleinen Wohnmobil trotzdem auf jedem Campingplatz eine der Kleinsten.

Mein Mann war vor ca. 10 Jahren schon einmal in Kanada/Alaska unterwegs. Damals war es noch recht schwer eine Unterkunft unterwegs für die Nacht zu finden. Heute ist dem nicht mehr so. Auch wenn es Meilenweit keine Menschenseele gibt, kommen doch immer wieder kleinere Dörfer. Dort kann man wunderbar übernachten und somit die Tour auch per Mietwagen fahren. Auch hier empfiehlt es sich ein etwas größeres, geländetaugliches Auto zu buchen. Oft werdet Ihr keine richtige Straße vorfinden und es gibt wenn überhaupt nur einen Schotterweg.

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Tages- und Wandertouren

Wie oben schon angesprochen, haben wir uns Rücksäcke für kleine oder auch größere Wandertouren mitgenommen. Bei jeder Wanderung ist Vorsicht geboten. Es gibt sehr viele Grizzly- und Braunbären in der Yukon- & Alaska Gegend. Bei den meisten ausgeschilderten Wanderungen findet Ihr eine Hinweistafel wie Ihr Euch im Falle eines Zusammentreffens mit Bären verhalten solltet. Daneben findet Ihr auch immer ein kleines Büchlein. Es empfiehlt sich, sich dort einzutragen. Ein Ranger prüft es jeden Tag. Wenn etwas passieren sollte, weiß man wo man Euch suchen kann. Bitte tragt sehr festes Schuhwerk um Euch nicht zu verletzen. Wasser und eine Kleinigkeit zu Essen, sowie ein Handy sollten immer dabei sein.

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Essen & Lebensmittel

Es gibt überall kleine Restaurants und in den größeren Städten auch zusätzlich noch klassisches Fast Food wie Burger King, etc. Als Wohnmobil-Reisende haben wir uns die meiste Zeit über selbst versorgt. Lebensmittel sind in diesen Gebieten etwas teuer. Für einen “kleineren” Einkauf haben wir gut mal über 200$ gelassen. Man sollte sich also darauf einstellen, dass die Verpflegung nicht gerade günstig ist.

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Sehenswürdigkeiten

Allen voran sollte man auf jeden Fall den Denali Nationalpark gesehen haben. Das 25.000 qkm Gelände ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt um die Natur zu erhalten und auch die Tiere in Ihrem natürlichen Lebensraum nicht zu stören. Man hat aber die Möglichkeit versch. Bustouren (Tages- und Halbtagstour) durch den Nationalpark zu buchen. Wir entschieden uns für eine 11-stündige Tour durch den Denali Nationalpark. Ein Park-Ranger fährt mit dem Bus auf gesicherter Straße und erzählt sehr viel über die Hintergründe sowie die Tierwelt des Parks. Die Ranger haben ein sehr geschultes Auge und entdecken Bären, Caribous und andere Tiere. Wir hatten mehrfach Glück und konnten bereits nach 15 Minuten Bären in Ihrer freien Wildbahn erleben. Sie hatten ein Caribou erlegt und haben es gemeinsam verspeißt. Diese Tour empfiehlt sich auf jeden Fall sehr. Man lernt sehr viel über die Flora und Fauna und es gibt wunderschöne Landschaften zu entdecken.

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Wer schon immer mal eine richtige Geisterstadt sehen möchte, ist in Silver City bestens aufgehoben. Die Geisterstadt liegt am südöstlichen Ufer des Kluane Lakes. Sie ist eine ehemalige Goldsucher-Siedlung und hat auch als Zwischenlager für den Frachtverkehr über den Kluane-Lake gedient da hier die Straßen von Whitehorse endete. Nach dem Bau des Alaska-Highways 1942 ging es mit Silver City dann zu Ende. Neben einer Reihe von alten Blockholzhütten gibt es auch noch alte Gerätschaften, Fahrzeuge und einiges mehr zu entdecken. Ein kleiner Ausflug dort hin lohnt sich auf alle Fälle.

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Der Kenai-Fjords Nationalpark ist über die Hafenstadt Seward zu erreichen. Eines meiner persönlichen Höhepunkte dieser Reise. In Seward habt Ihr die Möglichkeit Schiffstouren zu den Kenai-Fjords zu buchen. Wir hatten zusätzlich noch mit dem Wetter sehr viel Glück und haben deshalb auch gleich eine Tagestour gebucht. Der Kenia-Fjords Nationalpark ist berühmt für den 1600 Meter hohen Kenia-Berg, der vollständig vom 777qkm großen Harding-Eisfeld verhüllt ist. Das Eis verläuft in Form von mehreren Gletschern bis in Wasser des Meeres. Neben den Gletschern hat man die Möglichkeit Robben, Seelöwen, Pinguine, Wale, Delfine und auch den Weißkopfseeadler in Ihrer freien Natur zu bewundern. Besonders habe ich mich aber darüber gefreut, einen Finnwal zu sehen.

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Carcross Dessert ist die kleinste Wüste der Welt. Echte Sanddünen entstanden aus den sandigen Sedimenten eines Eiszeitsees und bedecken nur wenige Quadratkilometer den Boden. Der starke Wind des Lake Bennett verhindert hier eine Ausbreitung der Vegetation. Man sollte auf jeden Fall einen kleinen Abstecher dort hin unternehmen.

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Wer nicht so viel Glück hat, die Tiere in Ihrer freien Natur zu erleben hat noch die Möglichkeit in eines der vielen Wildlife Preserves zu fahren. Dort werden Tiere welche verletzt sind oder sich nicht mehr selbst versorgen können aufgenommen und gepflegt. Für wenig Geld kann man dann dort diese Tiere hautnah erleben.

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Städte

Dawson City ist wohl eine der bekanntesten Goldgräber-Städte der Welt und ist mit ca. 1500 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Yukon Territory. Noch 1898 zum Höhepunkt des Goldrausches hatte Dawson City noch 40.000 Einwohner. Das “Klondike Kates” gehört zu den bekanntesten Restaurants in Dawson City und hat schon sehr lange Beständigkeit. Auch wir haben dort einen Burger & Pommes gegessen. Zahlreiche Häuser der Goldgräberstädte sind restauriert worden und auch neue Gebäude müssen im historischen Stil gebaut werden. In der Nähe von Dawson City am Bonanza Greek befindet sich zudem noch der stillgelegte Schwimmbagger “Dredge No. 4“. Mit einer integrierten Aufbereitungsanlage wurde dieser zum Waschen von Gold aus Kies, Sand und Schlamm im Bett des Bonanza Greeks eingesetzt. In Spitzenzeiten förderte die Dredge über 800 Unzen Gold am Tag. Auch heute noch wird rund um Dawson City Gold abgebaut. Allerdings nicht mehr mit einer Dredge.

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Einer meiner liebsten Haltestationen auf unserer Wohnmobil-Rundreise war bzw. ist der kleine Ort Chicken. Dieser verdankt seinen Namen einem Alpenschneehuhn welches als Hauptgericht für die Goldgräber auf der Speisekarte stand. Noch heute wird dort und in der Umgebung Gold abgebaut. Im Sommer leben dort bis zu 50 Goldsucher, im Winter sind es nur 6. Überall in der Umgebung findet man noch Schürfgeräte und versch. Hilfsmittel aus verschiedenen Epochen. Wenn Ihr schon immer einmal in einem ausgedienten Bagger, etc. sitzen wolltet – hier habt Ihr die Möglichkeit! Eignet sich übrigens auch wunderbar für Fotos. Des Weiteren gibt es in Chicken auch eine ausgediente Dredge zu bewundern. Ein Besuch in diesem kleinen Dorf lohnt sich auf alle Fälle!

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Der kleine Ort North Pole hat sich ganz dem Weihnachten verschrieben. Das Dörfchen ist das ganze Jahr über im Weihnachtsfieber. Dort könnt Ihr den Weihnachtsmann und seine Rentiere besuchen, große Laternen in Form von Zuckerstangen bewundern oder auch im Visitor Information Center einen Brief an Eure liebsten schicken – natürlich mit dem Stempel von North Pole 🙂

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Whitehorse gehört zu eine der größten Städte im Yukon Territory. Auch hier gibt es viel zu sehen. Zur Zeit des Goldrausches war Whitehorse der Verkehrsknotenpunkt für Flussdampfer um auch die nördlichen Gebiete des Yukon Territories zu versorgen. Noch heute kann man eine der Flussdampfer – die S.S. Klondike bewundern. Sie fuhr die Route Whitehorse – Dawson City in ungefähr 36 Stunden. In Whitehorse befindet sich auch die längste hölzerne Lachstreppe der Welt. Die Reise der Lachse kann man aber nur im August bewundern. Ansonsten ist sie wie leer gefegt. Nicht desto trotz können Euch Mitarbeiter einiges über die Lachse und deren Reise erzählen.

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Skagway war für die Goldgräber beim großen Klondike-Goldrausch im Jahre 1898 ein wichtiger Stützpunkt und Ausgangspunkt für die Routen über den White Pass. Heute hat der Ort etwa 850 Einwohner. Zudem ist er der nördlichste Endpunkt für Kreuzfahrten, die mit Schiffen durch die Fjorde der Alaska-Westküste unternommen werden. Auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Diese Reise war zwar eine der teuersten, aber auch eine der schönsten die ich bis jetzt gemacht habe. Besonders begeistert hat mich die Natur jeden Tag aufs Neue. Ich kann wirklich jedem nur empfehlen, seinen Urlaub in Kanada/Alaska zu verbringen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein.

Ich hoffe ich konnte Euch einen kleine Einblick in unsere Reise geben. Sollten dennoch Fragen offen sein, kommt gerne auf mich zu. Wenn Ihr bereits in Kanada / Alaska gewesen seid, freue ich mich auch sehr über einen Austausch.

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4 Comments

  • Reply
    Anja K
    26. April 2016 at 9:32

    Uih – da habe ich mit großem Interesse gelesen. Denn in diesem Jahr soll es bei uns nach Canada gehen. Freu.

  • Reply
    voll gut und gut voll
    2. Mai 2016 at 8:42

    Gott bin ich neidisch auf dich! Es muss ja wirklich super in Kanada gewesen sein und die Bilder bestätigen das auch! Ich sollte dringend nach Kanada!!!
    Viele liebe Grüße
    Marcel :*

  • Reply
    Krisi von Excusemebut...
    15. Juli 2016 at 10:00

    Oh wow wie wunderschön…Alaska ist auch eines meiner Reiseziele. Ich wusste aber gar nicht das es so teuer ist, da mus sich wohl noch mehr Geld zur Seite legen;)
    Habt ihr den auf einer Wanderung einen Bär gesehen, oder ist dieser vom Auto aus fotografiert?
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    • Reply
      whatmakesmehappy
      25. Juli 2016 at 18:28

      Liebe Krise,
      Alaska ist wirklich traumhaft und absolut empfehlenswert.
      Bei den Wanderungen haben wir (zum Glück) keine Bären gesehen, da bin ich auch ganz froh ehrlich gesagt.
      Aber wir haben sehr viele Bären gesehen als wir Auto gefahren sind, einer ist direkt vor uns über die Straße gelaufen. Das ist wohl auch das Bild das du meinst 🙂
      LG Steffi

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